Handchirurgie
Die menschliche Hand ist ein Körperteil mit herausragender Bedeutung für den Menschen, erkenntlich an ihrer Bedeutung im sprachlichen Ausdruck und ihrer häufigen Darstellung in der Kunst. Aus orthopädischer Sicht stellt die Hand den differenziertesten Abschnitt des Bewegungssystems dar. Die spezielle Formgebung der Hand erlaubt in Verbindung mit einem komplexen System zur Steuerung ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten vom Spielen eines Instruments bis zum Arbeiten mit einer Schlagbohrmaschine und Tragen von schweren Lasten. Die Hand ist überdies ein Sinnesorgan aufgrund des feinen Tastsinns. Vielfältig sind die Funktionsstörungen, für den Patienten aber oft verbunden mit deutlicher und störender Gebrauchsminderung der betroffenen Hand. Ursachen sind Fehlbildungen, Tumore, Erkrankungen und Verletzungen.
Der Schwerpunkt Handchirurgie im St. Josef Hospital leistet die Vorbeugung, Erkennung und die operative und nichtoperative Behandlung dieser vielfältigen Veränderungen der Hand und des Handgelenks in all diesen Bereichen. Montags findet eine regelmäßige handchirurgische Sprechstunde statt. Dringliche Fälle und Notfälle werden auch außerhalb der Sprechstunde behandelt. Die Handchirurgie kooperiert im Bereich der Rehabilitation eng mit der Physio- und Ergotherapie, um insbesondere postoperativ ein gutes funktionelles Ergebnis sicherzustellen. Das operative Spektrum der Abteilung umfasst alle Bereiche der Handchirurgie. Ein großer Teil der operativen Eingriffe kann nach präoperativer Planung ambulant erfolgen. Hierzu zählen z. B. Nervenkompressionssyndrome und schnellende Finger, eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Fingerbeweglichkeit. Viele Operationen werden mit Hilfe des Operationsmikroskops durchgeführt, um gute Ergebnisse zu erzielen. Am anderen Ende des handchirurgischen Spektrums stehen wiederherstellende Eingriffe bei Fehlbildungen und nach komplexen Verletzungen.
Der Schwerpunkt Handchirurgie umfasst die Vorbeugung, Erkennung und die operative und nichtoperative Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen, Tumoren der Hand und des distalen (körperfernen) Unterarmes sowie die Rekonstruktion nach Erkrankung und Verletzung. Die Physiotherapie des Hauses gestattet eine intensive funktionelle Nachbehandlung nach erfolgter operativer Behandlung. In Zusammenarbeit mit der Kinderorthopädie werden kindliche Fehlbildungen und Verletzungen behandelt. Rheumatische Handdestruktionen werden in Zusammenarbeit mit der Rheumaorthopädie kompetent behandelt. In Zusammenarbeit mit der Unfallchirurgie erfolgt die Versorgung komplexer Verletzungen der Hand. Das handchirurgische Spektrum umfasst zusätzlich die Implantation von Endoprothesen an Gelenken der Hand. Eine regelmäßige handchirurgische Sprechstunde findet montags ab 13.00 Uhr (Anmeldung unter 0234-509-2520) statt. Operativ behandelte Patienten werden auch nach der Entlassung des Patienten fachkompetent neben der chirurgisch/orthopädischen Behandlung des zuweisenden Arztes bis zur Wiederherstellung der vollen Greiffunktion behandelt.








