Rheumaorthopädie
Der Begriff “Rheuma” umfasst eine äußerst heterogene Gruppe von ca. 450 Krankheitsbildern. Dies macht eine sinnvolle Unterteilung in einheitliche Gruppen sehr schwierig. Am ehesten sinnvoll erscheint eine Einteilung in:
- Entzündliche Rheumaformen
- verschleißbedingte Rheumaformen
- Gelenkferne Rheumaformen
Alle Erkrankungen haben eines gemeinsam, es handelt sich um Erkrankungen des ganzen Körpers oder zumindest mehrerer Körperregionen. Dies ist auch ein Grund aus dem die Diagnostik und Therapie der Grunderkrankung in das Fachgebiet der inneren Medizin fällt. Hier wird durch den internistischen Rheumatologen anhand der körperlichen Untersuchung, der Erhebung der Krankengeschichte und laborchemischer sowie bildgebender Befunde eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis diagnostiziert und einer medikamentösen Basistherapie zugeführt. Leider ist es bis zum heutigen Zeitpunkt nicht gelungen eine Therapie zu entwickeln die eine Heilung der Erkrankungen ermöglicht. Aus diesem Grund treten immer wieder vor allem Gelenkveränderungen auf die einer operativen Therapie bedürfen. Da die Krankheitsbilder zum Teil von denen in der Allgemeinorthopädie abweichen und die Patienten in der Regel einer intensiveren Betreuung bedürfen werden sie in der Unterabteilung „Rheumaorthopädie“ behandelt. Bei der Fachbezeichnung Rheumaorthopädie handelt es sich um eine sogenannte Zusatzbezeichnung, die nach Erwerb des Facharztes für Orthopädie angeschlossen werden kann. Das heißt alle Rheumaorthopäden sind bereits Facharzt für Orthopädie und erwerben zusätzlich die Bezeichnung der orthopädischen Rheumatologie. Vor allem der Teil verschleißbedingter Rheumaformen weist einen schwammigen Übergang zur Allgemeinorthopädie auf, sodass hier eine Therapie von Seiten der Allgemeinorthopäden und der Rheumaorthopäden angeboten werden kann.









